Warum ich gehen mußte
ich fing mit 11 Monaten an, jeden anderen Rüden, wenn ich an der Leine war, anzuknurren. Wenn ich unangeleint war, hatte ich oft schiss und hielt mich mit dem Knurren zurück. Aber je länger ich mit ihm konfrontiert war umso größer wurde das Verlangen ihn unterzuorden. Ich sprang hinten auf, ließ sich der andere Hund das nicht gefallen kam es zum Kampf. Für mich war es ein Spiel die anderen unterzuordnen, und deshalb machte ich es immer wieder.
Beim Spazierengehen, wenn mir was nicht passte, ließ ich meine Wut oft an der Susi aus.
Mit 15 Monaten verletzte ich den ersten Menschen, als er mich von einem anderen Rüden runterzog. Später begann ich auch Hündinnen, wenn ich an der Leine war, anzuknurren. Zu Menschen war ich immer lieb. Als ich vier Jahre alt war, schnappte ich nach dem kleinen Ludwig, der ab und zu recht grob war. Frauchen und Herrchen versuchten mich zu vermitteln. Drei Tage war ich in Memmingen bei einer Lehrerin und Ihrer Tochter. Sie kamen mit mir und dem geknurre gegenüber anderen Hunden nicht klar und brachten mich zurück. Im alten Zuhause wurden einige Umgangsweisen verändert und es war wieder alles super. Doch als ich unter dem Tisch lag und ich trotz mehrmaligem Auffordern von Herrchen nicht rausging, wollte Herrchen mich rausholen und ich biß ihm in die Hand. Leider haben sich dann Herrchen und Frauchen dazu entschlossen mich einschläfern zu lassen.